01 Feb 2010
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Dritter Konferenztag II: Keynote Speech, Award Ceremony und Closing Ceremony

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Nach der letzten Kaffeepause der Konferenz haben sich alle Teilnehmer der Konferenz im Raum 1 versammelt, da hier die letzten Programmteile stattfinden sollten.

Als erstes fasste Rudd Bruyns, der Gründer von BOBCATSSS, die letzten 18 Jahre und ganz besonders die Anfänge der Konferenz zusammen. Es war eine interessante Darstellung, wie zum Beispiel im ersten Jahr die Konferenz von nur 25 Studenten und einigen Lehrkräften organisiert wurde.

Danach folgte die Award Ceremony. Es wurde einerseits “the Bobcat of the Year” ausgezeichnet. Dieser Preis wird jedes Jahr von EUCLID (European Association for Library & Information Education and Research) für herausragende Beiträge zur Förderung der europäischen Bibliotheks-und Informationswissenschaft ausgegeben. In diesem Jahr wurde Ragnar Audunson ausgezeichnet. Weiterhin wurde der Vorschlag gemacht, im nächsten Jahr auch einen Preis für einen Studenten, der sich im Feld der Bibliotheks- und Informationswissenschaft besonders engagiert hat, auszugeben – als “Bobkid of the Year”. Der zweite Teil der Award Ceremony war die Auszeichnung der drei besten Poster. Leider hat keiner meiner Favoriten gewonnen. Jeweils eine Person der drei Gruppen (ein dritter und zwei erste Plätze) bekommt die Konferenzgebühr für BOBCATSSS im nächsten Jahr bezahlt.

Der letzte Teil der Konferenz war die Closing Ceremony. Hier wird immer eine Slide Show mit fotografischen Eindrücken der Konferenz gezeigt. Die offizielle BOBCATSSS Fahne wurde vom italienisch/englischen Team an das österreichisch/norwegisch/ungarische Team vom nächsten Jahr übergeben. Außerdem rührte das Team vom nächsten Jahr hat schon ein wenig die Werbetrommel. Es gab ein kurzes Video aus der Stadt Szombathely in Ungarn, wo die Konferenz im Januar 2011 statt finden wird. Die Webseite und das Team wurden vorgestellt und damit war die Konferenz vorbei – zumindest der offizielle Teil.

Nach einer Pause von ca. 90 Minuten standen einige Führungen auf dem Programm. Ich hatte mich für eine Führung durch das Casa della Musica eingeschrieben, bin dann aber doch nicht hingegangen. Das Wetter war traumhaft sonnig und relativ warm, so dass ich beschlossen habe, mir Parma ein wenig anzusehen. Immerhin fuhr ich am nächsten Vormittag schon wieder ab. Ich hatte 5 Stunden, um durch die ganze Innenstadt zu schlendern,was wirklich schön war. Ich habe viele Fotos geschossen (diese zeige ich in einem der nächsten Einträge) und hab einfach nur die Sonne und die fremde Stadt genossen. Kaum war jedoch die Sonne weg, wurde es auf einen Schlag kalt und ich beschloss mich bei einer heißen Schokolade aufzuwärmen ehe ich zur Farewell Party gehe. In einem kleinen Café traf ich einige Potsdamer Studenten, denen ich mich anschloss. Die heiße Schokolade war einTraum! Richtig doll schokoladig mit Nüssen drin. Hmm, lecker!!!

Ich werde mich jetzt nicht über die Farewell party auslassen, nur so viel: die Location war viel zu klein, so dass alle in drei Gruppen unterteilt wurden. Jede Gruppe hatte eine Stunde Zeit, um ein Glas Sekt zu trinken und ein wenig vom (trotz allem sehr leckeren) Buffet zu futtern. Es war nicht so richtig die Atmosphäre, um nette Freundschaften zu schließen. Das änderte sich jedoch als wir die Party nur einige Meter weiter in den Pub “Tonic” verlegten. Dort waren wir anfangs eine große Gruppe deutscher, die von einer rumänischen und zwei lettischen Bobkatzen ergänzt wurden. das war super lustig! Nach ein paar Stunden haben wir eine eigene kleine Tanzfläche aufgemacht und nach und nach kamen auch Italiener und Norweger zu uns. Das war wirklich super und so, wie man sich eine Farewell Party vorstellt!

Gegen halb eins ging es zurück in unser B&B, da ich am nächsten Tag den Bus um 10 Uhr nehmen wollte. Um 11 Uhr traf ich mich am Bahnhof mit meiner Dozentin. Zusammen haben wir Mailand für einige Stunden unsicher gemacht, aber darüber berichte ich in einem anderen Blogeintrag.

Noch ein paar kurze Worte zu Parma, Postkarten und Briefmarke. Heike meinte ja, sie hätte einen Laden gefunden, indem es sowohl als auch gibt, aber der hat sich versteckt als ich meinen Stadtrundgang gemacht habe (doofe Siesta!). Nach vielen Stunden des Suchens habe ich auf einem Markt einen klitzekleinen Stand gefunden, der vielleicht 5 verschiedene Postkarten angeboten hat. Das reichte aber, um die noch fehlenden Karten zu kaufen. Briefmarken hatte ich zum Glück schon, aber das war auch ein Akt. Ich habe unterwegs eine Post gefunden und stellte mir das Marken kaufen recht einfach vor. Pustekuchen! Man musste eine Nummer ziehen, aber vorher sich für eine von vier verschiedenen Optionen entscheiden. Leider waren diese Optionen nur in italienisch erklärt. Es waren zwar auch Pictogramme abgebildet, aber leider bei zwei Knöpfen eine Eurozeichen und bei den anderen beiden ein Briefumschlag. Hmm. Ich habe natürlich den falschen Knopf mit Briefumschlag genommen (Murphys Gesetz oder so). Aber die Dame war so nett, mir trotzdem Briefmarke zu verkaufen – auch wenn es für sie Umstände machte, da sie keine Marke bei sich am Schalter hatte. Gar nicht so einfach! Da merkt man, dass es sich bei Parma eben doch nicht um eine Touristenstadt handelt.

30 Jan 2010
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Der zweite Konferenztag

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Am Dienstag begann der Tag mit einem Panel, dass den Titel „Education of the 21st Century Professionals“ trug. Der dritte Vortrag wurde von Kommilitonen und einer Dozentin von mir gehalten. Sie berichteten über ein Projekt, das letzten Sommer an der Humboldt-Universität zu Berlin statt gefunden hat. In diesem vom DAAD geförderten Projekt “Intensivprogramm Grimm-Zentrum” wurde die Situation des Neubaus der Universitätsbibliothek genutzt, um Studenten aus Berlin, Brno, Wien, Sofia und Vilnius Dinge zum Bibliotheksbau, zur RFID-Nutzung, zu RVK und anderen Dingen beizubringen. Es wurden Exkursionen zu verschiedenen Bibliotheken veranstaltet und es wurden Sight Seeing Touren organisiert. Außerdem hat Sebastian in dem Panel noch von den Ergebnissen des Workshops am Vortag berichtet.

Nach der Kaffeepause haben wir uns die geliehenen Räder abgeholt und sind zum zweiten Ort der Konferenz gefahren. Dort habe ich mir vor dem Lunch (wieder leckere Sandwiches mit Parmaschinken, ein Stück Parmesan und ein Stück Apfelkuchen) einen weiteren Vortrag in einer Session angesehen.

Der Vortrag “Connecting the Public with Science: Comic Books and Libraries” war wahnsinnig interessant. Es ging um die Verbindung zwischen Realität und Fiktion in Comicbüchern. Der Vortragende hat Befragungen durchgeführt, um unter anderem zu erfahren, ob Leser und Leserinnen von Comicheften die erwähnten Technologien hinterfragen oder für gegeben hinnehmen und ob sie denken, dass Comicbücher lehrreich sind. Ein sehr spannender Vortrag, bei dem ich mich sehr auf die Proceedings freue, um mir das noch einmal genauer durchlesen zu können.

Um 16 Uhr wurden dann die Poster präsentiert. Es wurden 40 Poster angenommen, von denen allerdings nur gut die Hälfte tatsächlich auch gezeigt und präsentiert wurden. Jeder Vortragende hatte 2 Minuten Zeit, um sein Poster näher vorzustellen. Leider hatten nicht alle eine Präsentation vorbereitet, so dass man teilweise nicht wusste, welches Poster gerade vorgestellt wird. Es gab aber auch sehr gute Präsentationen, in denen man ein Bild des Posters gesehen hat und zusätzliche Informationen vermittelt bekam. Nach der Session haben wir uns die Poster näher angesehen. Leider haben sich die Personen, denen die Poster gehörten, nicht für Gespräche zur Verfügung gestellt. Das fand ich sehr schade, lag aber vermutlich daran, dass die Präsentation der letzte Punkt an diesem Tag war und alle Teilnehmer schon in ihre Unterkunft gegangen sind.

Es waren wirklich tolle Poster darunter. Zwei Stück haben mir am besten gefallen. Die Themen waren interessant und die Poster gut konzipiert. Sobald ich ein Kamerakabel habe und meine Bilder auf den Rechner überspielen kann, werde ich Bilder der zwei Poster einstellen und etwas näher auf sie eingehen.

Als wir alles angesehen hatten, haben wir uns, obwohl es wie verrückt geschneit hat, auf unsere Räder geschwungen, damit mir Heike zeigen konnte, wo ich die letzten zwei Nächte unterkomme. Leider konnte ich an diesem Abend nicht zu dem Social Event gehen, da ich um 8 Uhr meinen Koffer von meinen Gastgebern abholen musste – mit Rad während es immer noch schneite. Danach hätte es sich nicht mehr gelohnt noch einmal in die Stadt zu fahren, und so habe ich mich lieber auf meinen Vortrag am nächsten Morgen vorbereitet.