25 Jan 2010
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Wenn einer eine Reise tut…

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…dann kann er was erleben. Sie auch.

Ich bin heute, wie schon in einem früheren Blogeintrag geschrieben, von Berlin nach Parma gereist. Was für eine Strapaze, das sag ich euch!

Der Tag fing toll an. Mehr oder weniger ausschlafen, die letzten Sächelchen packen und dann zum Brunchen mit Sebastian und meiner Mom. Das Essen war recht lecker, obwohl ich immer noch traurig bin, dass die keine Desserts hatten. Beim Buffet gar nicht und sonst nur Eis; und wer ist bei -12°C schon Eis zum Nachtisch? Dann ging es wieder nach Hause. Dort hab ich mir noch zwei schöne Stunden gemacht, mit Katzen kuscheln, rumgammeln, Tee trinken und so weiter. Gegen 16 Uhr sind wir zum Flughafen Schönefeld aufgebrochen. Das erste Problem war das Auto aus der Parklücke heraus zu bekommen, in die es gestern Abend reingezwungen wurde. Eis lässt grüßen! Aber es klappte – nach gefühlten 10 Minuten. Die Fahrt zum Flughafen verlief glatt. Ich Depp geh erst ins falsche Terminal, aber auch kein Problem, wir hatten ja genug Zeit. Einchecken, Sicherheitskontrolle (ohne den Maci aufmachen zu müssen) und Abschied. Dann bin ich in den Duty Free, aber auch der ist nur für ungefähr 15 Minuten interessant – besonders wenn man eh erst auf dem Rückweg was kaufen will. Jetzt musste ich ca. eine Stunde im Stehen warten, bis ich erfahren habe, an welchem Gate ich abfliege. Dort hin und noch einmal 30 Minuten warten, bis es endlich ins Flugzeug ging. Dann ging alles ganz flink und nach 90 Minuten landete ich in Mailand.

Der Flughafen Mailand scheint groß zu sein. Ich bin schon das eine oder andere Mal geflogen, aber heute war das erste Mal, dass mein Koffer schon mindestens eine Umdrehung auf dem Förderband gemacht hat, als ich dort ankam. 15 Minuten Weg zwischen Ankunftsort und Gepäckrückgabe! Und die Leute sind fast gerannt! Allerdings war der Weg zum Bus dadurch schön kurz. Schnell ne Busfahrtkarte gekauft und schon ging’s los zum Hauptbahnhof Mailand – Fahrzeit 50 Minuten.

Dort angekommen habe ich mir flink ein Zugticket nach Parma gekauft. Abfahrt in 90 Minuten. Uff. Und in dem ganzen Bahnhof nichts Warmes zum Hinsetzen – kein Starbucks, kein Restaurant, kein McDonalds – nichts. Also saß ich auf den kalten Bänken und habe mein Buch gelesen. Eine halbe Stunde bevor der Zug fahren sollte, stand dann ein Gleis an der Abfahrtstafel. Der Zug stand schon da und meine Hoffnung war, dass es drinnen wärmer wäre. Dann brauchte ich ewig, um meinen Platz zu finden. Super, dass kein Mensch in Mailand englisch spricht und auch auf dem Ticket zwar Zahlen drauf stehen, aber man als Touri nicht herausbekommt, dass damit wagen und Platznummer gemeint sind. Also haben sich zwei Italiener, die kein Wort englisch sprachen, gestritten, ob meiner der Platz ist, neben dem ich stand oder doch eher der ein Wagon weiter. Die Beiden konnten sich nach einiger Zeit zum Glück einigen und ich nahm Platz – in einer alten deutschen Bahn :-) Aber warm war es dort drinnen leider nicht; ganz im Gegenteil.

Neben mir setzte sich dann eine Dame mit zwei kleinen Hunden, die ihr eigenes Körbchen hatten und auch ihren eigenen Trinkteller, den sie aber nicht gleichzeitig halten und befüllen konnte. Zum Glück half ihr ein Fahrgast. Ich nutzte die 75 Minuten Fahrt, um mein Buch zu beenden (und ärgere mich jetzt schon, dass ich es jetzt mit mir rumschleppen muss) und ein wenig Falco zu hören. Auf einmal hielt der Zug und Leute stiegen aus. Gut, konnte nicht mein Stop sein, wir waren erst ca. 45 Minuten unterwegs. Aber keine Durchsage, kein Schaffner, nichts. Also bin ich dann vorsichtshalber ne Viertelstunde bevor ich in Parma ankommen sollte, schon raus gegangen. Hat dann auch alles geklappt. Ich wusste gar nicht mehr, wie schwer sich die Zwischentüren aufmachen lassen, wie laut es zwischen den Zwischentüren ist und wie schwer die eigentliche Tür aufgeht. Mit diesem doofen roten Hebel nach unten drücken und so.

Egal, ich bin angekommen. Wurde sogar von meinen Gastgebern, die ich über Couchsurfing gefunden habe, abgeholt und habe hier sofort einen warmen Tee bekommen. Das tat gut. Ganz besonders toll finde ich, dass sie IKEA scheinbar genauso mögen wie ich. Im Flur stehen rote Trones und neben meiner Couch liegt der gleiche Expedit, der hoffentlich am Donnerstag bereits bestückt bei uns im Arbeitszimmer stehen wird (momentan liegt er noch eingepackt auf dem Wohnzimmerboden).

Ich weiß jetzt wo ich morgen hin muss. Habe sogar eine schöne große Karte von Parma bekommen; mit Zeichnungen, wo die Bushaltestellen sind, wo meine Konferenzorte und welche Busse ich nehmen kann. Eine sehr nette Begrüßung. Mal sehen, ob ich morgen noch etwas mit meinen Gastgebern quatschen kann oder ob mich BOBCATSSS vereinnahmt.

11 Jan 2009
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Artikel: “Debüt auf der Frankfurter Buchmesse”

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Debüt auf der Frankfurter Buchmesse (pdf-Format) : LIS-Studierende stellen ihre Studiengänge vor. Diana Marti, Jessica Euler, Diana Marten. In: BuB, Jg. 61 (2009), Heft 1, S. 5