26 Jan 2010
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Der erste Konferenztag I: Opening Ceremony und Key Note Speeches

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Ich sitze gerade bei meinen Gastgebern, die ich über Couchsurfing gefunden habe. Leider gibt es hier kein W-Lan. Aus diesem Grund schreibe ich jetzt und stelle morgen früh in der Uni den Artikel online.

Heute morgen ging es mit einem vollen Bus los Richtung Stadtzentrum. Kurz vor Ankunft fuhr der Bus nicht weiter, so dass ich ausgestiegen bin, um den Rest des Weges zu laufen. Klar, dass kurz darauf der Bus an mir vorbei fuhr, aber egal. Ich hatte Zeit und habe so ein klein wenig von der Innenstadt gesehen. Die Universität habe ich auch recht schnell gefunden und so habe ich mich gleich registriert und einen guten Platz in der Aula gesichert. Dank W-Lan konnte ich mir die Wartezeit bis zu Opening Ceremony mit Skype und Farmville vertreiben.

Um 9:30 Uhr fing die Opening Ceremony an. Es haben einige mehr oder wenige wichtige Leute gesprochen, unter anderem Gino Ferretti, der Direktor der Universität Parma, Roberto Greci, der Direktor des Instituts für Arts and Humanities und Tatjana Aparac Jelusic, Vorsitzende von EUCLID (European Association for Library & Information Education and Research). Zwischen den Ansprachen spielte ein Quintett der Universität von Parma einige Musikstücke, wie zum Beispiel Teile aus Rigoletto oder La Traviata. Alles in allem eine gelungene Opening Ceremony.

Nach einer kurzen Kaffeepause begannen die Key Note Speeches. Die erste hielt Ellen Tise, die den Posten der IFLA Präsidentin im Moment inne hat. Ihr Thema war „Bridging the Digital Divide: Libraries Driving Access to Knowledge“. Sie sprach darüber, was das Phänomen Digital Divide ist, dass nicht nur Bibliotheken, sondern die Bibliothekare diejenigen sein müssen, die diese Trennung überbrücken und davon, dass neue Technologien bei der Überbrückung behilflich sein können.

Die zweite Rede hielt Paul Sturges, der an der Loughborough University lehrt. Sein Thema war „Freedom of Access to Information and the Digital Divide: The Answer’s in the Palm of Your Hand“. Sein Vortrag war wahnsinnig interessant, da er das Thema Informationsfreiheit und wie man diese erreichen kann von einer anderen Seite beleuchtet hat. Erst ging er auf die Verankerung von Informationfreiheit in den unterschiedlichen Gesetzen ein. Dann kam er auf die Anzahl von Internetanschlüssen in unterschiedlichen Ländern zu sprechen und zog dann einen Kreis, indem er die Frage aufwarf „Welche Inhalte wollen Menschen in Entwicklungsländern eigentlich wirklich?“ und „Wie sollte dieser Inhalt zu den Menschen gelangen?“ Auf einmal nahm der Vortrag eine unvoraussehbare Wendung und er begann von mündlicher Kommunikation als bestes Mittel zur Informationsverbreitung zu sprechen. Auf einmal waren wir in Afrika und der Vortrag drehte sich um die Nutzung von Handys. Und es ging nicht um iPhone oder Blackberry, sondern um ursprüngliche Handys, die nur zum telefonieren und SMS schreiben benutzt werden. Paul Sturgis machte mit drei Beispielen klar, wie wahnsinnig wichtig dieses Kommunikationsmittel in Afrika ist – und für die Bevölkerung irgendwie auch erschwinglich.

Zum Schluss waren viele der Organisatoren noch einmal auf der Bühne, haben die BOBCATSSS Fahne ins Spiel gebracht und schon war der Vormittag vorbei.

Auf dem Weg nach draussen konnten wir uns unsere Lunchpakete mit Sandwiches und Schinken, einem Stück Parmesan, Kuchen mit Pflaumenmus und Birnensaft abholen. Dann ging es zu der zweiten Räumlichkeit, einmal durch die Altstadt und von dem anschließenden Panel schreibe ich im nächsten Artikel.

25 Jan 2010
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Wenn einer eine Reise tut…

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…dann kann er was erleben. Sie auch.

Ich bin heute, wie schon in einem früheren Blogeintrag geschrieben, von Berlin nach Parma gereist. Was für eine Strapaze, das sag ich euch!

Der Tag fing toll an. Mehr oder weniger ausschlafen, die letzten Sächelchen packen und dann zum Brunchen mit Sebastian und meiner Mom. Das Essen war recht lecker, obwohl ich immer noch traurig bin, dass die keine Desserts hatten. Beim Buffet gar nicht und sonst nur Eis; und wer ist bei -12°C schon Eis zum Nachtisch? Dann ging es wieder nach Hause. Dort hab ich mir noch zwei schöne Stunden gemacht, mit Katzen kuscheln, rumgammeln, Tee trinken und so weiter. Gegen 16 Uhr sind wir zum Flughafen Schönefeld aufgebrochen. Das erste Problem war das Auto aus der Parklücke heraus zu bekommen, in die es gestern Abend reingezwungen wurde. Eis lässt grüßen! Aber es klappte – nach gefühlten 10 Minuten. Die Fahrt zum Flughafen verlief glatt. Ich Depp geh erst ins falsche Terminal, aber auch kein Problem, wir hatten ja genug Zeit. Einchecken, Sicherheitskontrolle (ohne den Maci aufmachen zu müssen) und Abschied. Dann bin ich in den Duty Free, aber auch der ist nur für ungefähr 15 Minuten interessant – besonders wenn man eh erst auf dem Rückweg was kaufen will. Jetzt musste ich ca. eine Stunde im Stehen warten, bis ich erfahren habe, an welchem Gate ich abfliege. Dort hin und noch einmal 30 Minuten warten, bis es endlich ins Flugzeug ging. Dann ging alles ganz flink und nach 90 Minuten landete ich in Mailand.

Der Flughafen Mailand scheint groß zu sein. Ich bin schon das eine oder andere Mal geflogen, aber heute war das erste Mal, dass mein Koffer schon mindestens eine Umdrehung auf dem Förderband gemacht hat, als ich dort ankam. 15 Minuten Weg zwischen Ankunftsort und Gepäckrückgabe! Und die Leute sind fast gerannt! Allerdings war der Weg zum Bus dadurch schön kurz. Schnell ne Busfahrtkarte gekauft und schon ging’s los zum Hauptbahnhof Mailand – Fahrzeit 50 Minuten.

Dort angekommen habe ich mir flink ein Zugticket nach Parma gekauft. Abfahrt in 90 Minuten. Uff. Und in dem ganzen Bahnhof nichts Warmes zum Hinsetzen – kein Starbucks, kein Restaurant, kein McDonalds – nichts. Also saß ich auf den kalten Bänken und habe mein Buch gelesen. Eine halbe Stunde bevor der Zug fahren sollte, stand dann ein Gleis an der Abfahrtstafel. Der Zug stand schon da und meine Hoffnung war, dass es drinnen wärmer wäre. Dann brauchte ich ewig, um meinen Platz zu finden. Super, dass kein Mensch in Mailand englisch spricht und auch auf dem Ticket zwar Zahlen drauf stehen, aber man als Touri nicht herausbekommt, dass damit wagen und Platznummer gemeint sind. Also haben sich zwei Italiener, die kein Wort englisch sprachen, gestritten, ob meiner der Platz ist, neben dem ich stand oder doch eher der ein Wagon weiter. Die Beiden konnten sich nach einiger Zeit zum Glück einigen und ich nahm Platz – in einer alten deutschen Bahn :-) Aber warm war es dort drinnen leider nicht; ganz im Gegenteil.

Neben mir setzte sich dann eine Dame mit zwei kleinen Hunden, die ihr eigenes Körbchen hatten und auch ihren eigenen Trinkteller, den sie aber nicht gleichzeitig halten und befüllen konnte. Zum Glück half ihr ein Fahrgast. Ich nutzte die 75 Minuten Fahrt, um mein Buch zu beenden (und ärgere mich jetzt schon, dass ich es jetzt mit mir rumschleppen muss) und ein wenig Falco zu hören. Auf einmal hielt der Zug und Leute stiegen aus. Gut, konnte nicht mein Stop sein, wir waren erst ca. 45 Minuten unterwegs. Aber keine Durchsage, kein Schaffner, nichts. Also bin ich dann vorsichtshalber ne Viertelstunde bevor ich in Parma ankommen sollte, schon raus gegangen. Hat dann auch alles geklappt. Ich wusste gar nicht mehr, wie schwer sich die Zwischentüren aufmachen lassen, wie laut es zwischen den Zwischentüren ist und wie schwer die eigentliche Tür aufgeht. Mit diesem doofen roten Hebel nach unten drücken und so.

Egal, ich bin angekommen. Wurde sogar von meinen Gastgebern, die ich über Couchsurfing gefunden habe, abgeholt und habe hier sofort einen warmen Tee bekommen. Das tat gut. Ganz besonders toll finde ich, dass sie IKEA scheinbar genauso mögen wie ich. Im Flur stehen rote Trones und neben meiner Couch liegt der gleiche Expedit, der hoffentlich am Donnerstag bereits bestückt bei uns im Arbeitszimmer stehen wird (momentan liegt er noch eingepackt auf dem Wohnzimmerboden).

Ich weiß jetzt wo ich morgen hin muss. Habe sogar eine schöne große Karte von Parma bekommen; mit Zeichnungen, wo die Bushaltestellen sind, wo meine Konferenzorte und welche Busse ich nehmen kann. Eine sehr nette Begrüßung. Mal sehen, ob ich morgen noch etwas mit meinen Gastgebern quatschen kann oder ob mich BOBCATSSS vereinnahmt.

20 Jan 2010
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BOBCATSSS 2010

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Ein Jahr ist um. Nächste Woche ist es wieder so weit; BOBCATSSS. Letztes Jahr zu Porto habe ich leider nur einen Blogeintrag geschafft, aber dieses Jahr wird es sicher mehr. Ich werde meinen kleinen süßen Mac mitnehmen und dann kann ich auch von unterwegs schreiben und nicht wie beim letzten Mal im Hostel, wo ständig jemand da steht, der auch ins Netz will. Na gut, lass ich die Vergangenheit mal ruhen und komme zur Gegenwart.

Dieses Jahr findet die Konferenz vom 25.01.2010 bis zum 27.01.2010 in Parma, Italien statt. Nachdem ich letztes Jahr mit einigen Leuten der FH Potsdam und einigen Kommilitonen ein Poster vorgestellt habe, versuche ich mich in diesem Jahr an einem Vortrag. Bin jetzt schon ganz aufgeregt. Jedenfalls stelle ich die Ergebnisse eines Projektseminars vor. Mit Kathrin Grzeschik habe ich den Vortrag “Lesen im Jahr 2010″ schon im BBK (Berliner Bibliothekswissenschaftliches Kolloquium) gehalten. Und jetzt muss ich das alleine und in englischer Sprache machen. Aber irgendwie freue ich mich drauf. Schade ist nur, dass ich am Mittwoch gleich in der ersten Sitzung dran bin. Dabei ist die Party am Dienstag immer am besten von allen dreien. Und ich kann nicht hingehen, bzw. muss früh gehen. So ein Ärger.

Am Sonntag Nachmittag/ Abend geht es los nach Mailand und von dort aus mit dem Zug nach Parma. Dort erwarten mich am Bahnhof meine Gastgeber, da ich das erste Mal selbst Couchsurfing ausprobieren werde.

Bis zum Sonntag sollte dann auch meine neue Unterseiten “Reisen” fertig sein. Dort wird alles weitere stehen.